Im Zusammenhang mit der Entwicklung von Persönlich­keit scheint uns der Körper eher neben­sächlich zu sein, notwendig allenfalls und gewisser­maßen „funktional“. Doch das ist nicht der Fall. Der Körper, Aktivität und Bewegung, sind eigen­ständige Mittel und Wege, die Welt und sich selbst kennen- und schätzen zu lernen – vollkommen unabhängig von einem Entwicklungs­stand, der kognitiv erreicht ist. Sie eignen sich deshalb hervor­ragend dazu, Entwick­lung zu fördern. Die Psycho­motorik hat genau dies erkannt

In unserer Intensiv­wohngruppe für Jungen machen wir uns dieses Wissen zu eigen. Sie basiert auf einem psycho­motorischen Konzept, das nicht nur die Gestaltung des Alltags grund­sätzlich prägt, sondern auch den Umgang zwischen pädago­gischen Fach­kräften und Kindern. Dabei geht es letztlich darum, einen geschützten Raum und Rahmen zu schaffen, der einerseits Sicherheit und Stabilität gibt, anderer­seits aber auch explorative Aktivi­täten und damit Entwicklung unterstützt.

Geeignet ist die Wohngruppe insbesondere für Jungen, die bereits in der früh­kind­lichen Entwicklung ungewöhn­liche Verhaltens­weisen und anti­soziale Tendenzen gezeigt haben, die dabei durch Gewalt oder Grenz­verletzungen aufgefallen sind mit der Folge, dass dies zu generellen sozialen Einschrän­kungen (Schule, Freunde, Freizeit u.a.) geführt und die Entwicklung des Kindes nachhaltig beein­trächtigt hat.

Das zentrale Ziel unserer Arbeit besteht darin, die Kinder auf ihrer Identitäts­suche zu begleiten, Ressourcen und Talente der Kinder zu entdecken sowie Kompe­tenzen entfalten zu helfen, die es erlauben, ein eigen­verant­wortliches und sozial­verträgliches Leben zu führen.  

Intensivwohngruppe Scheidingen

Setting:Wohngruppe Jungen
Standort:Welver
Plätze:6
Altersklasse:Ab 6 Jahre
Betreuungsschlüssel:1: 1
Rechtliche Grundlage:§§ 27, 34, 35, 35a, 36 SGB VIII
Konzept & mehr

Portrait Klara Kraatz

Ansprechperson

Klara Kraatz

Bereichsleitung

0172 ∙ 3 76 54 40

kkraatz@ev-khh.de