Forschungsergebnisse zeigen, dass straffällige Handlungen von delin­quenten Jugend­lichen oftmals kompensa­torischen Charakter haben.

Es handelt sich um Reaktionen auf Miss­stände, Mangel- oder Not­situationen. Im Fall sexuell über­griffiger Jugend­licher geht es dabei meist um Anerkennungs­bedürfnisse, Zugehörig­keits- oder Verbunden­heits­wünsche, wie nur intakte Bezie­hungen sie bieten, die letztlich unerfüllt geblieben sind. Dies schließt auch sexuelle Erfahr­ungen ein. Oftmals ist es dieser Mangel, der mit einem über­griffigen Verhalten kompen­siert wird.  

Es ist wichtig, Miss­brauchsverhalten möglichst frühzeitig zu durch­brechen, um weitere Betroffene zu vermeiden und mögliche Rück­fälle zu unter­binden. Zugleich ist aber auch auszuloten, welche Möglich­keiten vorhanden sind, um eine Persönlich­keits­entwicklung einzu­leiten, die ein eigen­verantwort­licheres und ein gemein­schafts­fähigeres Verhalten unterstützt. Wir halten dazu zwei intensiv­pädago­gisch betreute Wohn­gruppen vor, die delikt­therapeu­tisch von der Fachstelle sexualisierte Gewalt des Kinder­heims Herne beraten werden. 

Intensivwohngruppe KommPass‘

Setting:Wohngruppe Jungen
Standort:Herne
Plätze:7
Altersklasse:15-21
Betreuungsschlüssel:1:0,99
Rechtliche Grundlage:§§ 27, 34, 35a, 41 SGB VIII, JGG, SGB IX
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Intensivwohngruppe Atlas

Setting:Wohngruppe Jungen
Standort:Dortmund
Plätze:7
Altersklasse:12 – 15 Jahre
Betreuungsschlüssel:1:1,1
Rechtliche Grundlage:§§ 27, 34, 35a, 41 SGB VIII, JGG, SGB IX
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Portrait Marcel Schmidt

Ansprechperson

Marcel Schmidt

  • K116 ATLAS
  • K042 CASA
  • K009 Jungenwohngruppe
  • K056 KommPass´

02323 ∙ 9 94 94 48

0176 ∙ 10 98 68 10

mschmidt@ev-khh.de